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Philosophie

Die Philosophie der PILATES Bodymotion Methode

 

"Flat Back" oder "Neutral Spine"

Unsere Ansicht zu dieser immer wiederkehrenden Diskussion.

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Angesichts der wachsenden Bewegungsarmut in unserer Gesellschaft besteht ein großer Bedarf an individuellen Trainingsprogrammen. Wir leiden nicht nur an Bewegungsmangel; unserer Bewegung - sofern wir sie haben - fehlt es häuftig an Qualität und Vielfalt. Das PILATES Bodymotion-Training bietet eine moderne Alternative zu traditionellen Gymnastikprogrammen, da es vor allem die tiefliegende Muskulatur, die unsere Wirbelsäule und Gelenke unmittelbar umgibt, beansprucht. Als modernes Körpertraining ist es besonders wirkungsvoll – in sportphysiologischer und gesundheitlicher Hinsicht –, weil es Körper und Geist gleichermaßen herausfordert.

Die PILATES Bodymotion-Methode verbindet unterschiedliche Bewegungsaspekte in einem. Ansätze aus der Feldenkrais-Methode, dem Rolfing sowie aus dem Modernen Tanz – der  Released Technik – fließen in das Konzept ein. Funktionelle Anatomie und physiotherapeutische Inhalte  vermeiden Blockaden und Verspannungen. Bewegungsqualität sowie Gesundwerdung und –erhaltung stehen im Vordergrund.

 




Der ganzheitliche Bewegungsansatz

Viele reißerische Fitnesstrends haben in den letzten Jahren den Markt überschwemmt. So gibt es seit den letzten Jahren einen besonders großen Ansturm auf alle Körperübungen, die im ganzheitlichen Sinne den Geist in eine Bewegungsform integrieren. Bewegungsangebote, die nur auf der Körperebene arbeiten, wie z.B. das endlose Wiederholen von Kräftigungsübungen, ermüden den Geist zu schnell, weil er an der Bewegung nicht beteiligt wird und mit seinen Gedanken abschweift. Nutzen wir aber unsere Aufmerksamkeit auf eine Bewegung, so verbessern wir nicht nur die Bewegungsqualität, sondern bereichern unseren Körper mit kreativer Bewegungsvielfalt. Insofern "füttern" wir unser Gehirn mit immer neuen Bewegungsherausforderungen.

Mit der Konzentration auf jeden Muskel und auf jedes Gelenk werden Körper und Geist in einen nahezu meditativen Zustand versetzt. Nicht ohne Grund hat Joseph Pilates Schiller zitiert: "Es ist der Geist, der sich den Körper baut".




Die 7 Prinzipien machen den Unterschied

Für das Training dienen die folgenden „Sieben Pilates Bodymotion Prinzipienals Referenzsystem:


  1. Atmung
  2. Lockerheit und Entspannung
  3. Zentrierung
  4. Bewegungslänge und -weite
  5. Schultergürtel Organisation
  6. Gelenkartikulation
  7. Gewichtsverlagerung und Alignment


Es ist wichtig, den Blickwinkel immer wieder zu ändern, den Fokus zu verstärken, die Konzentration zu schüren und genau hinzuschauen und  nachzufühlen. Dies führt zu der besonderen Bewegungspräzision, die typisch für die PILATES Bodymotion Methode ist. Dabei dienen Sieben Prinzipien, die in einem direkten Zusammenhang stehen mit ökonomisiertem Bewegungsverhalten. Falsche Bewegungsmuster werden aufgespürt, um Neuen und Effizienten Platz zu machen.

Die Zwerchfell-„Atmung“ unterstützt nicht nur die maximale Ausschöpfung der Lungenkapazität, sondern ermöglicht zudem die Mobilisation der Wirbelsäule und des Brustkorbes. Durch „Zentrierung“ erfährt man nicht nur die Kräftigung der Bauchmuskulatur, sondern vor allem die Stabilisation der Lordose im Lendenwirbelbereich. „Gewichtsverlagerung und Alignment“  ermöglichen das kompensationsfreie Tragen des Körpergewichts und freie Beweglichkeit der Gelenke auf allen Ebenen. „Schultergürtel Organisation“ befreit von hängenden Schultern und einem muskulär bedingtem Rundrücken sowie den damit verbundenen Verschleiß der Schultergelenke. Neben dem ökonomischen Umgang des Kräftehaushaltes ermöglicht erst „Lockerheit und Entspannung“ die Aktivierung der intrinsischen Muskulatur. Denn erst wenn man in der Lage ist, die globale Muskulatur „loszulassen“ kann die Bewegung durch die gelenksnahen Muskeln aufgenommen werden, denn sie halten das Gelenk in der Spur. „Bewegungslänge und –weite“ dient vor allem der Vergrößerung des Bewegungsgrades in den Gelenken sowie dem Abstand zwischen den Wirbelkörpern untereinander.  „Gelenkartikulation“ schließlich ermöglicht die gleichmäßige Kräfteverteilung auf alle Abschnitte der Wirbelsäule sowie die Gesunderhaltung der Bandscheiben durch Druckbe- und -entlastung.




Der Fokus liegt auf der Bewegungsqualität

PILATES Bodymotion-Übungen werden nicht nur durchgeführt, um sportmotorische Fähigkeiten zu verbessern oder gar eine vorgegebene Wiederholungszahl zu bewältigen. Nach dieser Methode zu trainieren bedeutet, die Aufmerksamkeit auf die präzise Ausführung der Bewegungen zu lenken.

PILATES Bodymotion-Training möchte die individuellen Bewegungserfahrungen erweitern und bestehende Bewegungsmuster ändern, optimieren oder ökonomisieren. Alle Prinzipien zusammen ergeben ein Referenzsystem, das ermöglicht –mit oder ohne Geräte- während und nach dem Training kontinuierlich den Körper nach Stimmigkeit abzufragen. So erst kann ein neues Bewegungsverhalten systematisch erlernt werden, das nicht nur Verletzungen und Fehlhaltungen kuriert, sondern zudem eine völlig neue Bewegungsqualität mit sich bringt – und das mit Langzeitwirkung. Das Ergebnis dieses Trainings ist ein geschmeidiger, kraftvoller, wohl strukturierter Körper mit einer ausdrucksstarken Präsenz.